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Baukunst
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¯I Lageplan
Plan: IFUB* I¯

Wohnung H


Sanierung und Umbau einer Wohngemeinschaft im 2. Obergeschoss einer alten Schokoladenfabrik.

Ort: Neukölln, 12047 Berlin

Jahr: 2014 - 2015

Bauherr: privat

Veröffentlichungen: LABEL Magazine 06-07/2017
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¯I Die Wohnküche
Foto: Julia Klug I¯
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Die um 1870 errichtete, ehemalige Schokoladenfabrik war bereits seit den 70er Jahren berühmt, um nicht zu sagen berüchtigt für ihre wilden Wohngemeinschaften. Die zentrale Lage in dem Kreuzberg am nächsten liegenden Teil Neuköllns, im Volksmund auch „Kreuzkölln“ genannt, machte die alte Fabrik sofort nach Ende der Produktion interessant für Wohnungssuchende. Die wilden Zeiten sind nun schon ein paar Jahre vorbei und die meisten Etagen der alten Fabrik mittlerweile in privater Hand. So auch die

Wohnung H

die von der Tochter der Bauherren und ihren Freunden bereits seit ein paar Jahren als Wohngemeinschaft genutzt wird. Als nun die Brandschutzsanierung der gusseisernen Tragkonstruktion anstand, nutzte man die Gelegenheit um die Wohnung in einer großen Maßnahme fit für die nächsten Jahrzehnte zu machen.
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¯I Die Schokoladenfabrik im Hinterhof
Foto: Julia Klug I¯
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Die um 1870 erbaute “Schokoladenfabrik” ist eines der ältesten Gewerbegebäude in diesem Teil Berlins. Tatsächlich wurde von 1926 bis 1973 hier Schokolade produziert. 1976/1977 kam das Gebäude zu einiger

Berühmtheit

da es gegen den Wunsch des Bezirks allerdings unter Zustimmung des Besitzers zu Wohngemeinschaften umgenutzt wurde. Die mehrfach drohende Räumung fand letztlich niemals statt und so wurde das Gebäude in den folgenden Jahrzehnten für seine Bewohnerfeste, den ersten türkischen Kulturverein und das Kindertheater Klecks bekannt. Erst Ende der Neunziger-, Anfang der Nullerjahre wurden eine langsame Umnutzung begonnen. Im Zuge der Aufteilung des Gebäudes in einzelne Einheiten wurde ein Brandschutzkonzept erstellt, was neben der unschön vor der Fassade aufgebauten Feuerleiter auch eine Aufbereitung der Rohsubstanz beinhaltete. Hier wurde glücklicherweise auf wesentliche Eingriffe verzichtet, obwohl das Gebäude nicht unter Denkmalschutz steht.
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¯I Luftbild
Google Maps I¯
Das alte Fabrikgebäude liegt im Hinterhof eines kompakten Stadtblocks im Berliner Bezirk

Neukölln.

Die Nähe zum Landwehrkanal, aber auch zu den belebten Zentren von Kottbusser Tor und Hermannplatz machen die Lage besonders attraktiv. Im 2. Obergeschoss befindet sich die Wohnung H, zwei Stockwerke darunter im Hochparterre, liegt das ebenfalls vom IFUB* sanierte „Büro Sauspiel“.
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¯I Küche/Wohnzimmer vor dem Umbau
Foto: Bauherr I¯
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Die Brandschutzsanierung der Tragstruktur wurde für die Entfernung aller Einbauten und zur

Grundrissbereinigung

genutzt.
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¯I Küche/Wohnzimmer nach dem Umbau
Foto: Julia Klug I¯
Das großzügige Wohnzimmer mit Küche wurde durch Verkleinerung des ehemaligen Bads in ein Gäste-WC räumlich geordnet und deutlich großzügiger. Das neue Fenster hinter der Küche und der vergrößerte Ausgang zum neuen Balkon hinter der Feuertreppe sorgen für zusätzliches natürliches Licht.

Ganz in weiß

gehalten, treten Konstruktion, Decke und Wände in den Hintergrund, der Fokus richtet sich auf die Bewohner, die Einrichtung und den in der kompletten Wohnung freigelegten, hochwertigen und wunderschönen originalen Ziegelboden.
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¯I Innentür
Foto: Julia Klug I¯
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Alle neuen Einbauten wurden entsprechend schlicht und zurückhaltend gestaltet, wozu insbesondere bündige, weiße,

zargenlose Innentüren

beitragen.
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¯I Die neue Küche
Foto: Julia Klug I¯
Die Küche ist durch das neue Fenster nun lichtdurchflutet. In die Arbeitsplatte aus massiver Eiche wurde ein bei einem Trödler entdecktes,

historisches Porzellanwaschbecken

mit “Krakelee” - Oberfläche eingebaut.
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¯I Das neue Gäste-WC
Foto: Julia Klug I¯
Das neue Gäste-WC integriert sich sehr unauffällig in den offenen Wohnraum. Im

Farbenspiel des Ziegelbodens

sind noch die Umrisse des alten Bades zu erkennen. Die Turnringe hingen übrigens bereits vor dem Umbau an einem der Träger.
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¯I Das neue Gäste-WC
Foto: Julia Klug I¯
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Trotz der minimierten, platzsparenden Gestaltung wirkt

das Gäste-WC

durch den großen Spiegel nicht beengt. Die Wände im Inneren wurden lediglich mit gedeckter, weißer Silikatfarbe gestrichen, wobei die mit einem 2K-PU Lack beschichtete Wand hinter WC und Waschbecken wasserabweisend und leicht zu reinigen ist.
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¯I Zimmer vor dem Umbau
Foto: Bauherr I¯
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Eines der alten Zimmer

vor dem Umbau.

Unter dem alten Laminat kam auch hier der Ziegelboden zum Vorschein.
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¯I Zimmer nach dem Umbau
Foto: Julia Klug I¯
Im Zuge der Grundrissbereinigung wurden

drei gleich große Zimmer

erstellt und mit dem dazwischenliegenden neuen Duschbad und einem fast unsichtbaren weißen Einbauschrank im Flur kombiniert.
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¯I Das alte Bad
Foto: Bauherr I¯
Wohnungh 40 300

Das alte Bad

lag früher neben der Küche im Wohnzimmer. Es wurde komplett entfernt und durch ein neues Duschbad bei den Zimmern ersetzt.
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¯I Das neue Duschbad
Foto: Julia Klug I¯
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Das neue Duschbad

liegt im Inneren der Wohnung zwischen zwei Zimmern. Die klare Dreiteilung in WC-, Waschbecken- und Duschzone und der bündige Spiegelschrank sorgen für ein stets aufgeräumtes Bad.
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¯I Marokkanischer Kalkputz
Foto: Julia Klug I¯
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Lediglich im Duschbad wurden neue Oberflächen ergänzt. Alle Innenwände wurden mit einem traditionellen,

marokkanischen Kalkputz

beschichtet. Die wasserfeste und dennoch diffusionsoffene Oberfläche erhält durch die Verdichtung mit Steinen eine leicht glänzendene Anmutung. Das Beigeweiß des Materials, die Verarbeitungsspuren und die leicht gerundeten Ecken schaffen eine erholsame Atmosphäre.
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¯I Das neue Duschbad
Foto: Julia Klug I¯

Der große Spiegelschrank

ist wandbündig eingebaut. Optisch und haptisch passend zum marokkanischen Kalkputz wurde der Boden in gewachstem, grauem Beton ausgeführt.
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¯I Grundriss vor Umbau
Plan: IFUB* I¯

Grundriss vor Umbau

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¯I Grundriss nach Umbau
Plan: IFUB* I¯

Grundriss nach Umbau

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¯I Längsschnitt nach Umbau
Plan: IFUB* I¯

Längsschnitt nach Umbau

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